Diabetikerschuhe - was sie sind & wozu sie dienen

Aktualisiert: 18. Aug. 2021

Schuhe zu kaufen, ist per se schon nicht immer einfach, doch als Diabetikerin oder Diabetiker stellen sich noch zusätzliche Hürden beim Schuhkauf. So sollte der Schuh nicht nur gefallen, sondern vielmehr auch gut passen. Abhilfe schaffen hier sogenannte Diabetikerschuhe. Um was es sich dabei genau handelt und auf was es dabei zu achten gilt, zeigen wir Ihnen im folgenden Beitrag auf.



Warum überhaupt Diabetikerschuhe


Schuhe haben einen großen Einfluss auf unseren Gang und auch darauf, ob unsere Füße verletzungsfrei bleiben. Sei es, dass Blasen vermieden werden, eingewachsene Zehennägel fernbleiben oder dass unsere Knöchel genügend Stabilität haben: Der richtige Sitz von Schuhen macht viel aus.

Als Diabetiker*in müssen Sie bei der Schuhauswahl noch mehr Punkte beachten, denn für Sie hat der falsche Sitz von Schuhen noch mehr negative Folgen. Denn als Diabetiker*in sind Sie anfällig für das sogenannte diabetische Fußsyndrom. Dadurch sind Sie bzw. Ihre Füße anfälliger für Verletzungen, die durch die oft gestörte Durchblutung und Nervenschädigung - auch Polyneuropathie - hervorgerufen werden. Durch die gestörte Nervenempfindlichkeit werden dabei Verletzungen oft zu lange nicht bemerkt und heilen aufgrund der schlechteren Durchblutung zudem auch langsamer.

Kurzum: Durch die Kombination der oben genannten Faktoren können bei Diabetikerinnen und Diabetikern bereits kleinste Verletzungen zu schwerwiegenden Problemen führen und sind deshalb unbedingt zu verhindern.


Wie Diabetikerschuhe helfen können


Dadurch, dass Sie als Diabetiker*in ein erhöhtes Verletzungsrisiko aufweisen, gilt es auch bei der Schuhauswahl an potenzielle Verletzungsquellen zu denken. Dabei kann es sich sowohl um Innennähte handeln, die auf Ihren Fuß drücken oder auch weitere Druckstellen des Schuhs handeln.

Hinzu kommt, dass normale Schuhe meist auch nicht darauf ausgelegt sind, eine zusätzliche, spezielle Innensohle zu beherbergen. Doch für Diabetiker*innen kann genau eine solche Spezial-Innensohle für Entlastung und Komfort sorgen.

Genau da kommen Diabetikerschuhe - auch bekannt als Zuckerschuhe oder therapeutische Schuhe - zum Tranen. Denn sie sind speziell auf die Bedürfnisse von zuckerkranken Menschen ausgelegt und können vor Verletzungen schützen.

Bei ihrer Herstellung wird einerseits auf sehr weiches, nicht-drückendes Material geachtet, während andererseits auch bei den Innennähten daraufhin gearbeitet wird, diese entweder zu vermeiden oder dann so zu platzieren, dass sie nicht auf den Fuß drücken. Ebenso werden sie extra tief bzw. breit gestaltet, so dass die Platzierung einer zusätzlichen Stützsohle kein Problem darstellt und genügend Platz dafür vorhanden ist, ohne dass zusätzlicher Druck entsteht. Zu guter Letzt sind solche Diabetikerschuhe auch zusätzlich gepolstert, damit der Fuß immer weich gebetet ist und Hautverletzungen vermieden werden und werden zudem aus antibakteriellen Materialien hergestellt, um Infektionen noch weiter einzudämmen.


Mehr Komfort dank den richtigen Schuhen


Wie oben aufgezeigt, wird Diabetikerinnen und Diabetikern grundsätzlich empfohlen, auf folgende Punkte zu achten, wenn sie Schuhe kaufen:


  • Keine oder möglichst wenige und gut platzierte Innennähte.

  • Genügend Tiefe bzw. Breite, um eine zusätzliche Innensohle zu platzieren.

  • Weiches Material, das nicht drückt.

  • Gute Polsterung für zusätzlichen Komfort.

  • Feste Sohle, damit Druckstellen durch Steine oder andere Unebenheiten des Terrains vermieden werden.

  • Den Schuhkauf auf den Abend legen, da dann Ihr Fuß am größten ist.


Im Handel wird zwischen vorgefertigten Diabetikerschuhen oder aber maßgeschneiderten Schuhen unterschieden. Während bei Diabetikerschuhen oder auch therapeutischen Schuhen darauf geachtet wird, alle Komfortaspekte zu beachten, werden Massschuhe von Orthopädieschuhmachern angefertigt und millimetergenau auf Ihren Fuß angepasst.

Diese maßgeschneiderten Schuhe werden meist von einem Arzt verschrieben und werden zum Teil von der Kasse übernommen - wobei dies nicht immer der Fall ist. Es lohnt sich daher, dies vorgängig abzuklären und dann entsprechend vorzugehen.



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