Warum Kompressionsstrümpfe als Reisesocken?


Kompressionstrümpfe haben viele Vorteile:

  • Kompressionstrümpfe sorgen für eine bessere Sauerstoffzufuhr: Abgestufte Kompression hilft den Beinen die Schwerkraft zu überwinden und sauerstoffarmes Blut und Abfallstoffe schneller zurück zum Herz zu leiten. Dadurch fließt sauerstoffreiches Blut und Nährstoffe effizienter zurück in die Beine.

  • Kompressionstrümpfe helfen Abfallprodukte schneller abzutransportieren: Abfallprodukte werden durch die komprimierten Venen, die durch den Druck der abgestuften Kompression entstehen, schneller abgeleitet und so wird einem Muskelkater entgegengewirkt.

  • Kompressionstrümpfe helfen Krämpfe zu reduzieren: Durch die Kompression der Muskeln an den Waden werden die Muskeln „gehalten“ und dadurch wird „unnötige“ Bewegung reduziert. Die entlasteten Muskeln verkrampfen sich dadurch nicht so leicht.

  • Kompressionstrümpfe verringern Schwellungen: Kompressionstrümpfe erzeugen an Fuß, Knöcheln und Waden einen Gegendruck, der die Ablagerung von Wasser verringert und dadurch auch mögliche daraus resultierende Schwellungen vermindert.

  • Kompressionstrümpfe verringern das Risiko von Blutgerinnseln: Die Kompressionssocken verbessern die Blutzirkulation und verringern dadurch das Risiko von Blutgerinnseln bei längerer Inaktivität der Beine.


Mehr Details erfahren Sie in folgenden Artikeln:


Was sind typische Probleme für die Beine auf längeren Reisen?


Wenn man über einen längeren Zeitraum sitzt, besteht das Risiko, dass der Blutfluss unter dem Knie um bis zu 50% abnimmt. Der niedrige Blutfluss erhöht die Wahrscheinlichkeit von Blutgerinnseln. Wer also über einen längeren Zeitraum unterwegs ist, ob im Auto, Zug, Flugzeug oder Bus, hat ein erhöhtes Risiko auf Blutgerinnsel. Normalerweise ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Sie kann sich aber unter folgenden Situationen erhöhen.


Das Risiko kann sich unter anderem erhöhen…


  • wenn Blutgerinnsel in der Familie schon vorgekommen sind

  • bei Krampfadern

  • ab dem 40. Lebensjahr

  • bei eingeschränkter Mobilität durch Verbände oder Gips

  • in der Schwangerschaft

  • bei Fettleibigkeit

  • nach zeitnahen Operationen oder Verletzungen

  • bei Verwendung von östrogenhaltigen Verhütungsmitteln

  • Hormonersatztherapie (medizinische Behandlung, bei der Hormone verabreicht

  • werden, um die Auswirkungen der Wechseljahre zu reduzieren)

Hier lohnt es sich bestimmt mit einem Arzt zu sprechen, ob Kompressionsstrümpfe helfen können das Risiko zu vermindern.


Müde Beine, Schwellungen und Krämpfe:


Reisende bewegen sich oft viel mehr als gewöhnlich. Die ungewohnte Belastung kann schnell zu Ermüdung und Krämpfen führen. Die verursachenden Abfallprodukte in den Beinen werden durch die komprimierten Venen, die durch den Druck der abgestuften Kompression entstehen, schneller abgeleitet. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit auf einen Muskelkater verringert und der Körper regeneriert schneller.

Zudem können Schwellungen an Füßen, Knöcheln und Beinen durch die Ansammlung von Wasser verursacht werden. Kompressionstrümpfe erzeugen an diesen Stellen einen Gegendruck, der die Ablagerung von Wasser verringert und dadurch auch mögliche, daraus resultierenden Schwellungen.


Welche Kompressionsstrümpfe sollten Sie beim Reisen verwenden?


Im Allgemeinen wird die abgestufte Kompression in mmhg angezeigt. Hierbei gilt die Regel: Je höher der Wert, desto enger sind die Kompressionstrümpfe.


15-20 mmhg – ist für Menschen, die kein erhöhtes Risiko durch eine medizinische Vorbelastung haben. Kompressionstrümpfe mit 15 bis 20 mmhg sind für die meisten Leute ideal fürs Reisen.


20-30 mmhg – Hier handelt es sich um medizinische Kompressionstrümpfe, die meistens vom Arzt für Menschen mit erhöhtem Risiko „verschrieben“ werden. Für die meisten Menschen ist dies nicht notwendig.


Es lohnt sich auf jeden Fall mal ein paar Kompressionstrümpfe als Reisesocken für die nächste Reise zu kaufen und auszuprobieren.




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